Cover der Neuerscheinung "Täuferisches Leben in Bayern".Cover der Neuerscheinung "Täuferisches Leben in Bayern". Cover der Neuerscheinung "Täuferisches Leben in Bayern".

Foto: Cover der Neuerscheinung „Täuferisches Leben in Bayern“.

„Täuferisches Leben in Bayern“ heißt das Buch, das jetzt in der evangelischen Verlagsanstalt erschienen ist. Herausgeberinnen sind die Historikerinnen Nicole Grochowina und Astrid von Schlachta.

Gemeindebildung trotz harter Verfolgung

2025 blickt die Täuferbewegung, die im Zuge der Reformation entstand, auf eine 500-jährige Geschichte zurück. In vielen Regionen Europas fanden die täuferischen Ideen im frühen 16. Jahrhundert Verbreitung – auch in Bayern. Trotz harter Verfolgung konnten sich Gemeinden bilden, in denen verschiedenste täuferische Prediger wirkten. Diesen Dienst haben sie nicht selten mit ihrem Leben bezahlt.

Mennoniten bei der Urbarmachung vieler Moosgebiete

Doch nicht nur im 16. Jahrhundert war Bayern für die Täufer wichtig, aus denen sich die Mennoniten, die Amischen und die Hutterer entwickelten. Im frühen 19. Jahrhundert intensivierte Kurfürst Maximilian I. Joseph die Besiedlung und Urbarmachung vieler Moosgebiete Bayerns, in die dann Mennoniten und Amische aus der Kurpfalz einwanderten.

Sammelband: Von der Verfolgung bis zu heutigen Gemeinden

Der Sammelband bringt zum ersten Mal eine Zusammenschau täuferischen Lebens in Bayern. Dabei fokussiert er auf verschiedene Aspekte. Diese reichen von Fragen der täuferischen Identität über Verfolgung sowie Aus- und Einwanderung bis hin zur Rolle heutiger täuferischer Gemeinden in der Ökumene.

Herausgeberinnen: Grochowina und von Schlachta

Herausgeberinnen: Nicole Grochowina ist laut Wikipedia eine deutsche Historikerin und Ordensschwester der evangelischen Communität Christusbruderschaft Selbitz. Ihre Forschungs- und Interessenschwerpunkte sind Konfessionsgeschichte/konfessionelle Ambiguität, Ordenstheologie, Rechtsgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte und Erinnerungskultur. Astrid von Schlachta ist Leiterin der Mennonitischen Forschungsstelle in Weierhof und seit 2013 Vorsitzende des Mennonitischen Geschichtsvereins. Außerdem ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der „Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen“, Fachbereich Evangelische Theologie, Universität Hamburg, und Vorsitzende des Vereins „500 Jahre Täuferbewegung 2025“.

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